Wenn Sie Vorräte in Kartons oder Verpackungen lagern, lohnt sich ein regelmäßiger Blick auf kleine Details, denn Mäuse hinterlassen charakteristische Spuren, die sich eindeutig zuordnen lassen. Am häufigsten fallen Kotkrümel auf: etwa drei bis acht Millimeter lange, dunkle, spindelförmige Köttel, die verstreut auf dem Boden, in Regalen oder direkt auf Verpackungen liegen. Oft haften sie auch an den Kanten von Kartons oder rutschen in Falze und Ecken. Typisch ist zudem der Geruch: Ein muffig-ammoniakartiger Uringeruch verrät die Details ansehen , besonders in geschlossenen Schränken oder Vorratsräumen. Auch Nagespuren sind ein starkes Indiz. Mäuse nagen mit Vorliebe an Ecken, Kanten und Griffmulden von Kartons, sodass sauber ausgefressene, krümelige Ränder entstehen, die nicht wie normale Abnutzung aussehen. Achten Sie außerdem auf kleine Löcher in Papier- oder Folienverpackungen, auf durchgenagte Plastiktüten und auf herausgezupftes Füllmaterial wie Papierwolle oder Schaumstoff.

Um Mäusespuren erkennen zu können, sollten Sie systematisch vorgehen und dabei möglichst viele Verpackungen prüfen, nicht nur die offensichtlich beschädigten. Nehmen Sie Kartons einzeln heraus, drehen Sie sie um und kontrollieren Sie Böden, Rückseiten und Deckelklappen. Suchen Sie nach Laufspuren der Tiere: feine, dunkle Schmierstreifen aus Fett und Schmutz entlang von Wänden, Regalböden und Kartonkanten zeigen, wo die Mäuse regelmäßig entlanghuschen. Frische Spuren erkennt man daran, dass Kot noch weich und glänzend ist, während ältere Köttel trocken und spröde wirken. Auch Kratz- oder Scharrgeräusche aus Verpackungen können ein Hinweis sein, ebenso wie angenagte Ecken an Pappkartons, die innen hohl sind. Prüfen Sie zudem, ob Verpackungen, die eigentlich geschlossen waren, plötzlich Risse oder aufgeweitete Falze aufweisen. Vergleichen Sie mehrere Kartons miteinander: Sind nur einige angenagt, deutet das auf einen begrenzten Befall hin, während viele beschädigte Verpackungen auf eine stärkere Population schließen lassen. Notieren Sie Fundstellen mit Datum, damit Sie Veränderungen und mögliche Bekämpfungsmaßnahmen nachvollziehen können.
Die genaue Untersuchung von Kartons und Verpackungen ist deshalb so wichtig, weil Mäuse sich dort besonders gern aufhalten und ihre Spuren oft direkt an den Verpackungsrändern hinterlassen. Wenn Sie Mäusespuren erkennen, sollten Sie befallene Kartons sofort separieren, den Inhalt kontrollieren und verschmutzte Vorräte entsorgen. Reinigen Sie Regale und Böden gründlich, saugen Sie Krümel und Kot ab und wischen Sie anschließend mit einem geeigneten Reinigungsmittel nach. Verschließen Sie Vorräte künftig in dichten Behältern aus Metall oder stabilem Kunststoff, denn Pappe und Folie bieten keinen zuverlässigen Schutz. Stellen Sie Kartons möglichst nicht direkt an Wände, sondern mit etwas Abstand, damit Sie Laufspuren leichter entdecken. Kontrollieren Sie regelmäßig alle Vorratsbereiche, besonders nach der Lagerung von Getreide, Nüssen oder Tierfutter. So behalten Sie die Situation im Blick und können frühzeitig Gegenmaßnahmen einleiten, bevor aus einzelnen Spuren ein größeres Problem wird.